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Kosten & Vergleich

Was kostet ein eigenes Online-Bestellsystem 2026? Vollständige Aufstellung

Drei Preismodelle, ein Ziel: Online-Bestellungen annehmen. Was kostet dich Provision, was kostet eine Flatrate, was kostet Shopify plus Plugins — und welches Modell passt zu welchem Betrieb?

11 Min Lesezeit2.400 Wörter

Am Markt haben sich 2026 drei Preismodelle etabliert: Provisions-Plattformen, SaaS-Flatrates und Do-it-yourself-Lösungen auf Basis von Shopify/WordPress. Jedes Modell hat eine andere Kosten-Kurve — und für verschiedene Betriebsgrößen andere Break-Even-Punkte.

Die drei Preismodelle im Überblick

Preis-Vergleich der drei Modell-Familien (Stand 2026)

ModellFixkosten / MonatVariabel pro BestellungSetup
Provisions-Plattform0 €13–30 % vom WarenkorbKostenlos, 2–4 Wochen
SaaS-Flatrate39–149 €0 %Self-Serve, 15–30 Min
Shopify + Food-Plugin39–299 $ + Plugin0–2 %1–2 Wochen + Konfiguration
EigenentwicklungHosting 20–200 €0 %3–12 Monate + 5–50 k €

Für die schnelle Entscheidung

Bei < 50 Bestellungen pro Monat: Provisions-Plattform (Lieferando Basis). Bei 50–300: Flatrate wie gastro25. Bei 300+ und starken Custom-Wünschen: Flatrate oder individuell. Eigenentwicklung lohnt fast nie, außer bei sehr großen Ketten mit eigener IT.

Modell 1: Provisions-Plattformen

Lieferando, Uber Eats und Wolt sind die Marktführer im DACH-Raum. Gemeinsames Prinzip: keine monatliche Grundgebühr, aber ein prozentualer Anteil vom Brutto-Warenkorb. Die Provisions-Höhe variiert zwischen 13 % (reines Marketing-Listing bei Selbst-Lieferung) und 30 % (Premium-Tarif mit Plattform-Kurieren).

Wann sich das Modell lohnt

  • Sehr niedrige Bestellvolumina (< 50 / Monat) — Fix-Kosten einer Flatrate sind höher als die kumulierte Provision.
  • Frische Betriebe ohne eigene Online-Sichtbarkeit — die Plattform bringt Discovery mit.
  • Städte mit bereits etablierter Plattform-Nutzung — Gäste suchen dort zuerst.

Wann das Modell teuer wird

  • Hohe Bestellvolumina — Provision skaliert linear mit Umsatz.
  • Hohe Durchschnittsbons (Sushi, Fine Dining) — jede Provision pro Bestellung ist absolut groß.
  • Starker Stammkunden-Anteil — bezahlt Provision auf Bestellungen, die ohnehin gekommen wären.

Modell 2: SaaS-Flatrate

SaaS-Flatrate-Anbieter (wie gastro25, Foodkit, Order.link) bieten ein vollständig gehostetes Bestellsystem für einen festen Monatspreis zwischen 39 € und 149 €. Das Modell entkoppelt Plattform-Kosten vom Bestellvolumen: 50 Bestellungen kosten dasselbe wie 500.

Typische Merkmale der SaaS-Flatrate

MerkmalStandard
Monatlicher Preis39–149 € netto
Provision pro Bestellung0 %
Eigene Domain + SSLmeist inklusive
Vorbestellung & LieferfensterStandard
Kündigungsfristmonatlich
Setup-Zeit15–60 Minuten

~17 Bestellungen

Break-Even bei 30 € Durchschnittsbon vs. 14 % Provision

Quelle: Eigene Berechnung 2026

Konkret bei gastro25: 69 € netto pauschal, zwei Monate kostenlos, inklusive AI-Menu-Import, eigener Domain, PLZ-basierten Liefergebieten, Vorbestell-Logik, Telegram-Push und Stripe-Anbindung.

Modell 3: Shopify + Food-Plugin

Wer bereits eine Shopify-Infrastruktur nutzt, kann über Food-Plugins ein Bestellsystem nachrüsten. Typische Preisstruktur:

PostenPreis
Shopify Basic39 $ / Monat
Shopify Advanced299 $ / Monat
Food-Plugin (z. B. Zapiet, Bento)20–60 $ / Monat
Payment-Gebühren~2,9 % + 0,25 € (Stripe)

Worauf achten

Shopify-Plugins sind ursprünglich für Einzelhandel gebaut, nicht für Gastronomie-Varianten wie halb-halb-Pizzen oder mehrdimensionale Extras. Komplexe Speisekarten brauchen oft mehrere Plugins, die nicht perfekt zusammenspielen. Die Custom-Integrations-Kosten werden häufig unterschätzt.

Eigenentwicklung

Eine komplett individuelle Lösung bedeutet meist: Freelancer oder Agentur beauftragen, maßgeschneidertes Frontend und Backend bauen, Payment integrieren, Hosting selbst betreiben. Typische Projektgröße: 3–12 Monate, einmalige Kosten 5 000–50 000 €, plus laufende Wartung.

  • Nur sinnvoll bei sehr spezifischen Anforderungen (z. B. Integration in existierende ERP-Systeme, komplexe Ketten-Logik mit mehrstufigen Franchise-Verträgen).
  • Typisch bei Betrieben ab 20+ Standorten mit eigener IT-Abteilung.
  • Nachteil: Weiterentwicklung und Sicherheitsupdates bleiben am Betreiber hängen.

Kostenvergleich über 12 Monate

Um die Modelle wirklich vergleichbar zu machen, hier ein durchgerechnetes Szenario: mittlere Pizzeria, 250 Bestellungen im Monat, 28 € Durchschnittsbon (= 7 000 € Bestellumsatz monatlich, 84 000 € jährlich).

Kostenvergleich bei 250 Bestellungen / Monat, 28 € Bon

Modell12-Monats-KostenEffektiv pro Bestellung
Lieferando 14 %11 760 €3,92 €
Lieferando 30 %25 200 €8,40 €
SaaS-Flatrate 69 €828 €0,28 €
Shopify Basic + Plugin~1 500 €0,50 €
Eigenentwicklung (Amortisation 3 Jahre)~8 000 €/Jahr2,67 €

Die reine Kosten-Rechnung ist nur ein Teil. Wer Wert auf Kundendaten, Markenbildung und Unabhängigkeit legt, rechnet eine SaaS-Flatrate anders als einer, der nur auf Bestell-Volumen schaut.

Lukas Weber, Founder gastro25

Kostenbeispiel für Burger-Läden ansehen

Mit Menüs, Add-ons und typischen Bestellvolumina aus dem Fast-Casual-Alltag.

Kostenbeispiel für Café und Bäckerei ansehen

Relevant für Vorbestellung, Click-and-Collect und viele Stammgäste.

Kostenbeispiel für Filialen und Ketten ansehen

Wenn mehrere Standorte, zentrale Rollen und Business-Support ins Spiel kommen.

Entscheidungsmatrix

Welches Modell für welche Betriebsgröße

Bestellungen / MonatEmpfehlungBegründung
< 50Provisions-PlattformFixkosten überschreiten kumulierte Provision
50–150SaaS-FlatrateBreak-Even erreicht, Unabhängigkeit attraktiv
150–500SaaS-FlatrateErsparnis signifikant, Markenbildung relevant
500+SaaS-Flatrate BusinessKetten-Features, zentrale Auswertung
> 2 000 (mit komplexer IT)Hybrid / EigenentwicklungIndividuelle Integration nötig

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gastro25 Komplett kostet 69 € flat im Monat, zwei Monate gratis, inklusive aller Features.

FAQ

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